Kein Grund für Jubelstürme!

Zur 41. Sitzung des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung erklärt Niclas Dürbrook, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Abgeordneter für Ostholstein-Nord:


„Es ist gut, dass sich das Land in der Frage der Baustellenkoordination endlich bewegt hat. Für Jubelstürme gibt es aber keinen Grund. Die neue Günther-Regierung holt jetzt ein Versäumnis der alten Günther-Regierung nach. Es war immer klar, dass die Kommunen vor Ort mit der Koordinierung eines derart gigantischen Verkehrsprojekts nicht alleine gelassen werden dürfen.

Ab dem 1. September werden die Bahnfahrten zwischen Neustadt und Fehmarn eingestellt. Über Jahre wird der Norden Ostholsteins damit vom Bahnnetz abgekoppelt sein. Das allein ist bereits eine extrem unglückliche Situation. Dass es nun allerdings auch noch beim geplanten Schienenersatzverkehr hakt, ist nicht nachvollziehbar. Das Konzept dafür wurde bereits vor mehr als vier Jahren vorgestellt, Zeit für die Vorbereitung war somit reichlich. Mir ist egal, ob Nah.SH oder DB Regio verantwortlich sind: Die Landesregierung hat sicherzustellen, dass zumindest die Kommunikation läuft. Nicht nur digital, sondern auch durch Aushänge und Informationen vor Ort. Wenn der Schienenersatzverkehr nicht wie angekündigt zur Verfügung steht, muss im Zweifel der Bahnverkehr weiterlaufen und die vorbereitenden Arbeiten an der Strecke verschoben werden.

Mit Blick auf die Bäderbahn hatte der schwarz-grüne Koalitionsvertrag in der Region Hoffnungen geweckt. Dort war festgehalten worden, dass eine Fortführung des Betriebs angestrebt wird. Die Landesregierung muss nach dem gestrigen Auftritt des zuständigen Staatssekretärs erklären, ob dieses Ziel nach zwei Monaten noch Bestand hat.“