Flüchtlingsdrama im Mittelmeer


Die Heiligenhafener SPD steht hundertprozentig hinter Carola Rackete!

Seit mindestens 2015 findet das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer mit unveränderter Brutalität statt. Menschen auf der Flucht vor Hunger, Elend, Verfolgung und auch Krieg setzen ihr Leben aufs Spiel, um diesem Elend zu entkommen, wohlwissend, dass die Flucht über das Mittelmeer lebensgefährlich ist. Aber die Lebensbedingungen zuhause sind derart unwürdig, dass man keinen anderen Ausweg mehr sieht als die Flucht.

Laut UN-Angaben sind zwischen 2014 und 2017 14.500 Menschen im Mittelmeer ertrunken, die Dunkelziffer liegt weit darüber. Insgesamt starben 2018 mindestens 2.275 Menschen im Mittelmeer (UNO-Flüchtlingshilfe), als sie versuchten, nach Europa zu gelangen. Auch jetzt ertrinken täglich Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. Die Rettung von Menschen in Seenot ist international geregelt. Sie werden ohne Ansehen der Person und deren Herkunft und Hautfarbe gerettet und in ein sicheres Land gebracht, z. B. nach Italien oder in ein anderes europäisches Land.

UNHCR (Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge) ist besorgt darüber, dass Nichtregierungsorganisationen durch Maßnahmen von Staaten zunehmend von Such- und Rettungsaktionen abgehalten werden. Für Seeleute ist es aber rechtliche wie menschliche Verpflichtung, Menschen in Seenot zu retten. Aktuell ist dieser Aufgabe das Rettungsschiff Sea Watch 3 unter Leitung der deutschen Kapitänin Carola Rackete nachgekommen. Wegen dieser dem Seerecht geschuldeten Aktion wurde die Kapitänin allerdings in Italien verhaftet und vom italienischen Innenminister Salvini wüst beschimpft. Glücklicherweise hat ein italienisches Gericht den Haftbefehl wieder aufgehoben.

 

Die Kapitänin der Sea Watch 3, Carola Rackete, hat durch ihr Einlaufen in den Hafen von Lampedusa Mut und vor allem Menschlichkeit bewiesen und ganz Europa einen Spiegel vorgehalten.
Unter Inkaufnahme von Hausarrest und ggf. sogar einer Freiheitsstrafe hat sich Carola Rackete für die 40 Flüchtlinge eingesetzt.

Die Heiligenhafener SPD hofft, dass durch dieses mutige Verhalten einer jungen Kapitänin endlich Bewegung in die europäische Flüchtlingspolitik kommt und wünscht der mutigen Frau alles Gute und viel Erfolg beim Fortgang dieses Flüchtlingsdramas.